Studie beweist: Digitalisierung lohnt sich!

Viele Mittelständler fragen sich: Führt die Digitalisierung meines Unternehmens überhaupt zu einem nachweisbaren Nutzen? Und wenn ja, zu welchem Nutzen eigentlich konkret? Diesen Fragen ist das Handelsblatt Research Institut nachgegangen.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen bereits von der Digitalisierung profitieren, dass also, im Vergleich zu den Kosten, die Vorteile der Digitalisierung klar überwiegen. Bei ebenfalls knapp einem Drittel der Befragten halten sich Nutzen und Kosten laut Umfrage bisher die Waage. Und nur bei nicht einmal 20 % der Unternehmen haben Investitionen in die Digitalisierung bisher nicht zu nachweisbaren finanziellen Vorteilen geführt.

Dabei planen über die Hälfte der Unternehmen mit mittel- bis langfristigen digitalen Strategien, ohne einen kurzfristigen Nutzen zu erwarten, und 46,7 % sehen die Digitalisierung als Chance, die eigene Wettbewerbsposition zu steigern. So gaben jeweils mehr als die Hälfte der befragten mittelständischen Unternehmen an, Hauptmotive der Digitalisierung seien die Gewinn- und Umsatzsteigerung. Genauso wichtig ist, Neukunden zu gewinnen und schnell auf Kundenanfragen reagieren zu können. Dagegen sind Personaleinsparungen nur für ein Drittel das strategische Ziel.

Dabei ist die Kundenansprache über digitale Kommunikationskanäle mit ca. 40 % ein genauso wichtiger Faktor wie Sicherheitsmaßnahmen gegen Cyberangriffe. Kosten für die Suche und Einarbeitung neuer Mitarbeiter in digitalen Verwendungen fallen dagegen weniger ins Gewicht. Gefragt nach den wichtigsten Effekten der Digitalisierung auf Unternehmens-Abläufe, bewerten über 50 Prozent den Ausbau digitaler Geschäftsprozesse als besonders hoch, gefolgt von Produkt- und Servicequalität, auch mit über 50 Prozent. Für 37,7 Prozent stehen die Entwicklung neuer digitaler Produkte und Services oder die Weiterentwicklung vorhandener Produkte an erster Stelle.

Den Zusammenhang von Digitalisierung und wirtschaftlichem Erfolg hat auch das Beratungsunternehmen Mind Digital gemeinsam mit der Rheinischen Fachhochschule Köln untersucht. Die eingehende Befragung kommt zum Ergebnis:

Mit dem Digitalisierungsgrad steigt der Gewinn im Durchschnitt um knapp 20 Prozent!

Fazit: Digitalisierung sollte also kein Selbstzweck sein, sondern muss, wie jede andere Investition, auf Dauer einen konkreten Mehrwert erzielen, ob durch höheren Umsatz und Gewinn oder durch neue Kunden.