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EU stärkt Cybersicherheit

Weil die Digitalisierung zunehmend die Daten-Sicherheit im Netz belastet, hat das Europäische Parlament mit dem Rechtsakt zur EU-Cybersicherheit einen strengeren Regulierungsrahmen verabschiedet.

Neueste Schätzungen rechnen mit einer Verdreifachung vernetzter Geräte von 23 Mrd. Stück im Jahr 2018 auf 75 Mrd. bis 2025. Gleichzeitig häufen sich nicht nur die Angriffe von Cyberkriminellen, sie treffen ihre Opfer auch immer wirkungsvoller. Bei der WannaCry-Ransomware-Attacke waren 2017 über 230.000 Rechner weltweit betroffen – mit einem Schaden von bis zu geschätzten 8 Mrd. US$, und die folgende NotPetya-Malware hatte sogar noch verheerendere Folgen.

Mehr Cyber-Sicherheit – Mehr Cyber-Vertrauen

Mit der Verbesserung der Cybersicherheit in der gesamten Union soll vor allem verlorenes Vertrauen ins Internet zurückgewonnen sowie die Sicherheit von Bürgern und Organisationen gewährt werden – sowohl online als auch bei der weitergehenden (offline-)Nutzung von Produkten und Diensten, etwa beim Online-Shopping. Der zuständige EU-Kommissar Julian King, erklärte: “Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, unsere Widerstandsfähigkeit aufzubauen, technische Innovation voranzutreiben und Abschreckung zu fördern, um so Nachweisbarkeit und Rechenschaftspflicht zu verstärken und die internationale Kooperation zur Erhöhung unserer kollektiven Cybersicherheit zu nutzen.“

Der Rechtsakt verleiht der EU-Agentur für Cybersicherheit ENISA ein permanentes Mandat, das das auslaufende Mandat ersetzt. Im Rahmen des Rechtsaktes wird die ENISA Mitgliedsstaaten und Institutionen der EU bei Herausforderungen bezüglich der Cybersicherheit zu unterstützen, indem sie

  • die EU-Politik und -Gesetzgebung auf dem Gebiet der Cybersicherheit entwickelt und umsetzt
  • die Mitgliedsstaaten beim Auf- und Ausbau ihrer Kapazitäten unterstützt
  • mit den Computer Security Incident Response Teams (CSIRT) und anderen Organisationen kooperiert
  • über das Programm aufklärt, es verbreitet und das Sicherheitsbewusstsein der Verbraucher schärft

Darüber hinaus wird erstmals ein EU-weiter Rahmen für die Zertifizierung von IT-Produkten, Diensten und Prozessen geschaffen und damit eine gemeinsame Basis für Betreiber und Anbieter. Die Europäische Kommission soll ein jährliches Arbeitsprogramm veröffentlichen, welches die strategischen Prioritäten identifiziert. In Zukunft wird die ENISA den eingeführten Rahmen regelmäßig prüfen und Änderungen vorschlagen, eine Website für Informationen und zur gezielten Unterstützung ist ebenfalls geplant. Die generelle Aufsicht und die Bestimmungshoheit liegen allerdings weiterhin bei den nationalen Behörden.