JOBMOTOR DIGITALISIERUNG
STUDIE ERKENNT POSITIVE ENTWICKLUNG IN ALLEN FACHBEREICHEN

Laut dem neuen HR-Report des Personaldienstleisters Hays wirkt sich der digitale Wandel über alle Fachbereiche positiv auf die Beschäftigung aus. Die Annahme, die Digitalisierung trage zur massiven Vernichtung von Arbeitsplätzen bei, scheint sich also nicht zu bestätigen.

Georg Klein
Georg Klein
Gepostet am in Digitalisierung
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Vor allem in der IT und im Vertrieb wird der Studie zufolge die Zahl der Arbeitsplätze wachsen. Über die Hälfte der Teilnehmer erwarten hier positive Effekte. Neue Berufsbilder entstehen nach Ansicht der Befragten vor allem in der Forschung und Entwicklung sowie im Marketing.

KOMPETENZEN FÖRDERN, LERNBEREITSCHAFT FORDERN

Auch bei den Beschäftigten selbst ist die Stimmung positiv: Mit der Digitalisierung verbinden deutlich mehr Befragte die Chancen auf neue Jobs als deren Rückgang. Als sicher kann gelten, dass sich mit einer fortschreitenden Digitalisierung Arbeitsinhalte einzelner Berufe ändern werden. Um die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter zu fördern, ist laut den Unternehmen dafür eine lebenslange Fort- und Weiterbildung das wichtigste Instrument. Dafür fordern Arbeitgeber von ihren Mitarbeitern allerdings auch eine lebenslange Lernbereitschaft.

TEAMWORK-LIFE-BALANCE

Interessant ist, dass die Maßnahmen zur Work-Life-Balance und zum Team Building wieder stärker in den Fokus rücken. Gerade im Hinblick auf mobiles Arbeiten und „ständige Erreichbarkeit“ ein wichtiger Ansatz, um die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. So stehen der Ausbau der Work-Life-Balance mit 44 Prozent sowie die Zusammenarbeit in gemischten Teams mit 39 Prozent ganz oben auf der Liste. "Für die Beschäftigungsfähigkeit wächst die Bedeutung der Work-Life-Balance wieder. Die Befragten sehen hier ihr eigenes Unternehmen oft stärker in der Verantwortung als sich selbst", kommentiert der Personaldienstleister Hays das Ergebnis. "An der Umsetzung hakt es jedoch noch deutlich."

FACHWISSEN ALLEINE GENÜGT NICHT

Interessant ist ein weiteres Ergebnis: Den direkten Vorgesetzten sieht man am liebsten als Coach, dann als Personalentwickler und schließlich als strategischen Partner der Geschäftsleitung. Dazu passt ganz gut die Frage nach der Unternehmenskultur:

Hier erwarten die Befragten vom Management in erster Linie

• einen offenen Umgang mit kritischen Fragen

• einen aktiven Umgang mit Veränderungen

• eine stärkere Beteiligung der Mitarbeiter

Für die Gestaltung des digitalen Wandel sind der Erhebung zufolge eher Generalisten als Themenexperten gefragt. Zudem setzten 57 Prozent der Unternehmen häufiger auf erfahrene Experten als auf Absolventen. Überdies haben kreative Köpfe mit 56 Prozent gegenüber umsetzungs- beziehungsweise prozessorientierten Mitarbeitern die Nase vorn. "Vor allem auf Fachwissen zu setzen, genügt künftig nicht mehr. Stattdessen werden mentale Kompetenzen, wie der aktive Umgang mit Veränderungen, zu den zentralen Fähigkeiten", sagt Klaus Breitschopf, CEO der Hays AG.

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