TSCHÜSS "HALLO"!
11 MASSNAHMEN, WIE SIE SICH ALS PRIVATPERSON VOR EINEM HACK SCHÜTZEN.

Viren und Würmer, Trojaner - nicht nur Unternehmen, auch Privatanwender geraten immer stärker ins Visier von Hackern. Lesen Sie, wie man sich zu Hause am besten schützt. Die Tipps basieren auf den Handlungsempfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Georg Klein
Georg Klein
Gepostet am in Cyber-Sicherheit
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1. PRÜFEN SIE IHR E-MAIL KONTO!

Am besten überprüfen Sie als erstes, ob Sie bereits einem Hackerangriff zum Opfer gefallen sind. Angesichts der vielen Skandale in letzter Zeit mit Datenlecks bei Telekom, LinkedIn, Tumblr usw. ist das nicht völlig unwahrscheinlich. Wurde Ihre E-Mail-Adresse schon einmal veröffentlicht, vielleicht sogar samt Passwort? Lässt sich das Passwort also wohlmöglich mithilfe von Informationen abrufen, die aller Welt zugänglich sind? Unternehmen, die Kunde bei der PMG Projektraum Management GmbH sind, bieten wir diesen Check automatisch an. Privatpersonen empfehlen wir den Identity-Leak-Checker vom Potsdamer Hasso-Plattner-Institut oder die Website haveibeenpwnd.com.

SICHERHEIT VOR BEQUEMLICHKEIT!

Erst im Dezember wurde die aktuellste Liste der beliebtesten Passwörter veröffentlicht. Die Simpelsten wie „123456“, „hallo“ oder „Passwort“ führen die Top Ten an und brauchen keinen Hacker. Grundsätzlich gilt: Je länger ein Passwort, desto schwieriger das Entschlüsseln. Ein ganzer Satz wie etwa „meinweißesautostehtinberlin“ ist also deutlich sicherer als „8GWer%z#“ – und es lässt sich zudem besser merken. Einfache Eselsbrücken helfen: Beginnt der Name einer Webseite mit G, ist das Auto eben grün usw. Der PMG Maßstab für ein sicheres Passwort ist durchaus auch auf Privatpersonen anwendbar. Die Vorgabe ist eine zehnstellige Kette aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, kombiniert mit Groß- und Kleinschreibung. Ein Tipp von uns: Denken Sie sich einen Satz aus, die Anfangsbuchstaben seiner Wörter zusammen bilden dann das Passwort. Mehr Infos darüber, wie man sichere Passwörter entwickelt, erfahren Sie hier.

3. PASSWÖRTER ÄNDERN!

Schon gewusst? Am 01. Februar war der „Change Your Password Day“. Achten Sie gerade bei Ihrem E-Mail-Konto auf ein sicheres Passwort und ändern Sie es von Zeit zu Zeit! Es ist DIE Schwachstelle Ihrer persönlichen Internetumgebung. Wird das Passwort einer E-Mail-Adresse geknackt, haben die Eindringlinge die Möglichkeit, es zurückzusetzen und so praktisch auf alle damit verbundenen Accounts zuzugreifen.

4. VIELE PASSWÖRTER!

Die meisten wissen, dass es leichtsinnig ist, nur ein Passwort für alle Konten zu verwenden, auch Varianten sind nicht sicher genug. Viele schrecken dennoch davor zurück, sich verschiedene Passwörter zuzulegen, weil sie befürchten, sie zu vergessen. Natürlich gäbe es da noch den OneClick Login, ein hochsicherer Zugang ganz ohne Passwort. Aber dafür müssten Sie ein Unternehmen und Kunde bei der PMG sein. Privatpersonen nutzen einen

Passwort-Manager. Hier finden Sie die besten.

5. WENIGER DATEN!

Grundsätzlich gilt: Alles, was jemals digitalisiert wurde, dient als potenzielle Beute. Daher empfiehlt es sich, zumal bei E-Mails mit sensiblen Inhalten, beim Versenden nicht immer den kompletten Gesprächsverlauf mitzuschicken. Werden Dateien nicht mehr gebraucht, besser sicher löschen. Überprüfen Sie bei Anbietern wie Facebook genau die Einstellungen. Und: Fotos nicht für alle, sondern nur einem ausgewählten Kreis anbieten, Kinderfotos lieber gar nicht.

6. DOPPELT HÄLT BESSER!

Manche Plattformen und Internetdienste wie Whatsapp, Twitter oder Facebook bieten eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung an, abgekürzt 2FA. Vor dem ersten Zugang muss nach Eingabe des Passworts ein weiterer Sicherheitscode eingegeben werden, der oft per SMS an die hinterlegte Handynummer geschickt wird. Erst nach Eingabe dieses Codes auf der Website ist ein Einloggen möglich. Das ist zwar etwas umständlicher, aber es schafft Sicherheit. Achtung: Der Nutzer muss die Sicherung in den Einstellungen auswählen.

7. PRIVATES VERSCHLÜSSELN!

Hillary Clintons Wahlkampfleiter John Podesta hätte es geholfen, wenn seine E-Mails verschlüsselt gewesen wären. Dann würden sich in dem geleakten Material der Demokraten nicht so viele lesbare Mails befinden. Ein Standard ist die Verschlüsselung „pretty good privacy“. Augen auf beim Online-Kauf! Wer beim Online-Shopping auf eine verschlüsselte Verbindung achtet, senkt das Risiko beträchtlich. Dass der Shop, in dem Sie gerade auf Schnäppchenjagd sind, eine sichere Verbindung aufweist, erkennen Sie daran, dass die Internetadresse mit „https//“ beginnt. Und am kleinen Schlosssymbol im Browserfenster.

8. UPDATES INSTALLIEREN!

Kaum eine Woche vergeht, in der Hersteller keine Updates zur Verfügung stellen. Meist sollen sie Sicherheitslücken schließen. Installieren Sie Updates immer und möglichst sofort! Und nicht nur für häufig benutzte Programme, sondern auch für Ihr Betriebssystem. Die Funktion kann man meist unter „Optionen“ oder „Einstellungen“ aktivieren. Ein Appell an den gesunden Menschenverstand. Öffnen Sie nie dubiose Mail-Anhänge von unbekannten Absendern oder klicken Sie dort auf kryptisch anmutende Links.

9. BROWSER & NETZWERK SICHERN!

Wenn Sie daheim ein WLAN-Netzwerk nutzen, verschlüsseln Sie dieses mit dem Verschlüsselungsstandard WPA2. Ändern Sie zudem unbedingt das werkseitig eingerichtete Passwort des Routers. Wenn Sie weitere Informationen zum Einrichten eines sicheren WLAN-Netzwerks brauchen – wenden Sie sich an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: bsi-fuer-buerger.de . Nutzen Sie die in den meisten Betriebssystemen integrierte „Personal Firewall“. Sie kontrolliert im Prinzip alle Daten, die Ihren Rechner verlassen oder an ihn gesendet werden.

10. BENUTZERKONTO EINGESCHRÄNKEN!

Ist ein wenig umständlich, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Wenn Sie im Netz unterwegs sind, nutzen Sie dafür besser ein Benutzerkonto mit lediglich eingeschränkten Rechten. Nicht das Administratorkonto. Von Microsoft bis Linux Ubuntu erlauben alle gängigen Betriebssysteme das Einrichten weiterer Nutzerkonten. Arbeiten Sie in Windows, so klicken Sie dafür links unten auf das Microsoft-Symbol, dann auf das Einstellungs-Zahnrad, dann auf „Konten“.

11. AUFRÄUMEN & BACK-UPS DURCHFÜHREN!

Entrümpeln Sie Ihren PC regelmäßig. Was Sie an Programmen nicht mehr brauchen, schmeißen Sie von der Festplatte runter. Je weniger Anwendungen man nutzt, umso kleiner ist die eigene Angriffsfläche. Lästig, aber wertvoll, sind Back-ups. Wer es sich einfach machen will, nutzt eine externe Festplatte. Diese aber unbedingt wieder abstecken und erst wieder bei einem neuen Back-up verbinden.

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Anja Garbellotti
PMG | Head of Marketing
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