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Bestanden mit Bravour: PAVE meistert den buildingSMART BIM Fit Check für BCF

24.09.2026 Lesedauer: 9 min

Ein Bauwerksmodell ist nur so gut wie die Kommunikation, die darum herum stattfindet. Wände, Rohre und Stützen sind schnell modelliert – die eigentliche Arbeit beginnt, wenn Architekt:in, Fachplaner:in und Bauleitung anfangen, sich über Kollisionen, offene Punkte und Änderungen auszutauschen. Genau dafür gibt es das BIM Collaboration Format, kurz BCF. Und genau darin hat PAVE jetzt offiziell bewiesen, dass es zur Spitzenklasse gehört.
Am 13. Mai 2026 nahm PAVE beim 23. buildingSMART-Anwendertag in Berlin erfolgreich am BIM Fit Check für BCF teil und erhielt dafür den offiziellen Digital Badge von buildingSMART Deutschland. Fünf Softwareunternehmen sind beim BIM Fit Check 2026 angetreten. PAVE ist eines davon.

Was der BIM Fit Check eigentlich prüft

Klassische Zertifizierungen laufen oft nach demselben Muster ab: Datei exportieren, hochladen, auf formale Korrektheit prüfen, Haken setzen. Fertig. Das Problem ist nur, dass die Baupraxis anders aussieht. Sobald Architekt:in, Fachplanung und Prüfinstanz mit unterschiedlicher Software aufeinandertreffen, zeigen sich die eigentlichen Schwachstellen: verschobene Kamerapositionen, verlorene Statusinformationen, verwaiste Bauteilreferenzen.
Und BCF ist dabei kein Nebenschauplatz. Es ist ein wichtiger und offener Standard für das modellbezogene Issue-Management im openBIM-Prozess: Wenn ein Modell in einem Programm entsteht, in einem anderen geprüft und in einem dritten kommentiert wird, sorgt BCF dafür, dass Kommentare, Kamerastandpunkte und Bearbeitungsstatus verlustfrei zwischen den Systemen wandern. Wie das Format im größeren openBIM-Kontext genau funktioniert und welche Tools und Prozesse dahinterstehen, haben wir übrigens ausführlich in unserem openBIM-Artikel beschrieben – ein guter Einstieg, wenn das Thema für Sie noch etwas abstrakt klingt.

BIM-Collaboration-Format

Was PAVE konkret bestanden hat

Geprüft wurden drei Bereiche: Export, Import und der sogenannte Round Trip, also ob eine BCF-Datei einen kompletten Kreislauf aus Export und Wiederimport übersteht, ohne dass Daten verloren gehen oder sich unbemerkt verändern. In allen drei Kategorien hat PAVE sämtliche Pflichtkriterien („Must haves“) erfüllt.
Konkret heißt das zum Beispiel:

Export: PAVE erzeugt BCF-Dateien, die zu 100 % dem BCF-3.0-Schema entsprechen, unterstützt unveränderliche Sperrkommentare, Fälligkeitsdaten und Benutzerzuordnungen sauber.

Import: PAVE importiert auch BCF-Dateien, die nur die Minimalfelder enthalten, ohne abzustürzen, selbst wenn eine referenzierte IFC-GlobalId gar nicht existiert. Fälligkeitsdaten, Labels, Phasen, verknüpfte Topics und mehrere Standpunkte pro Topic werden zuverlässig übernommen. Dabei wird erkannt, ob das BCF-Issue mit der entsprechenden Id auf dem PAVE BCF-Server schon existiert, in diesem Fall wird es versioniert.

Round Trip: Beim Round Trip wurde geprüft, ob ein Issue importiert, bearbeitet, erneut exportiert und anschließend wieder eingelesen werden kann, ohne dass relevante Inhalte oder Identitäten verloren gehen. Nach einem vollständigen Export-Import-Zyklus bleiben GUIDs von Topics, Standpunkten und Kommentaren unverändert – ein Detail, das in der Praxis oft unterschätzt wird, aber entscheidend dafür ist, dass Diskussionen über Projektphasen hinweg nachvollziehbar bleiben.

Das Besondere: PAVE hat es nicht bei den Pflichtkriterien belassen. Auch bei den optionalen „Nice to haves“ schneidet die Software auffällig stark ab. Etwa bei der korrekten Sichtbarkeitssteuerung einzelner Bauteile und Räume, bei der Unterstützung orthogonaler und perspektivischer Kameraansichten oder bei der georeferenzierten Wiedergabe der Kameraposition gemäß IFC-Datei. Gerade diese Details entscheiden im Alltag darüber, ob ein BCF-Kommentar aus einem anderen Programm wirklich so aussieht, wie er gemeint war, oder ob man erst rätseln muss, welches Bauteil überhaupt gemeint ist.

Was das für Ihr Projekt bedeutet

Man kann den BIM Fit Check auch einfacher übersetzen: Er zeigt, dass PAVE nicht nur „BCF-kompatibel“ auf der Featureliste stehen hat, sondern dass der Datenaustausch im Zusammenspiel mit anderen BIM-Programmen tatsächlich reibungslos funktioniert – live geprüft, nicht selbst behauptet. Übersetzt in den Projektalltag heißt das bestandene Ergebnis:

Echte Planungssicherheit
Der Datenaustausch zwischen PAVE und anderen BIM-Programmen ist nicht nur behauptet, sondern unabhängig geprüft und öffentlich dokumentiert.

Weniger Reibung im Alltag
Kommentare, Statusänderungen und Kamerastandpunkte, die in PAVE erstellt werden, kommen in anderer Software so an, wie sie gemeint waren – und umgekehrt.

Zukunftssicherheit
Mit der Unterstützung von BCF 3.0 ist PAVE für die aktuellen Anforderungen an modellbasierte Kommunikation gerüstet, die Auftraggeber und Behörden zunehmend voraussetzen.

Ein Gütesiegel mit Substanz

Die Auszeichnung reiht sich damit in eine wachsende Liste von Softwarelösungen ein, die ihre openBIM-Fähigkeiten öffentlich unter Beweis gestellt haben. Für PAVE ist das ein weiterer Baustein auf dem Weg, Projektkommunikation nicht nur digital, sondern auch wirklich interoperabel zu gestalten – über Formate, Programme und Gewerke hinweg.

Wer sich fragt, wie openBIM in der Praxis überhaupt zusammenhängt – von IFC über BCF bis zu den passenden Tools – findet in unserem openBIM-Grundlagenartikel den passenden Überblick dazu. Alle Details zur Prüfung und zum Ergebnis: Information zum verliehenen Badge.

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