Geprüft wurden drei Bereiche: Export, Import und der sogenannte Round Trip, also ob eine BCF-Datei einen kompletten Kreislauf aus Export und Wiederimport übersteht, ohne dass Daten verloren gehen oder sich unbemerkt verändern. In allen drei Kategorien hat PAVE sämtliche Pflichtkriterien („Must haves“) erfüllt.
Konkret heißt das zum Beispiel:
Export: PAVE erzeugt BCF-Dateien, die zu 100 % dem BCF-3.0-Schema entsprechen, unterstützt unveränderliche Sperrkommentare, Fälligkeitsdaten und Benutzerzuordnungen sauber.
Import: PAVE importiert auch BCF-Dateien, die nur die Minimalfelder enthalten, ohne abzustürzen, selbst wenn eine referenzierte IFC-GlobalId gar nicht existiert. Fälligkeitsdaten, Labels, Phasen, verknüpfte Topics und mehrere Standpunkte pro Topic werden zuverlässig übernommen. Dabei wird erkannt, ob das BCF-Issue mit der entsprechenden Id auf dem PAVE BCF-Server schon existiert, in diesem Fall wird es versioniert.
Round Trip: Beim Round Trip wurde geprüft, ob ein Issue importiert, bearbeitet, erneut exportiert und anschließend wieder eingelesen werden kann, ohne dass relevante Inhalte oder Identitäten verloren gehen. Nach einem vollständigen Export-Import-Zyklus bleiben GUIDs von Topics, Standpunkten und Kommentaren unverändert – ein Detail, das in der Praxis oft unterschätzt wird, aber entscheidend dafür ist, dass Diskussionen über Projektphasen hinweg nachvollziehbar bleiben.
Das Besondere: PAVE hat es nicht bei den Pflichtkriterien belassen. Auch bei den optionalen „Nice to haves“ schneidet die Software auffällig stark ab. Etwa bei der korrekten Sichtbarkeitssteuerung einzelner Bauteile und Räume, bei der Unterstützung orthogonaler und perspektivischer Kameraansichten oder bei der georeferenzierten Wiedergabe der Kameraposition gemäß IFC-Datei. Gerade diese Details entscheiden im Alltag darüber, ob ein BCF-Kommentar aus einem anderen Programm wirklich so aussieht, wie er gemeint war, oder ob man erst rätseln muss, welches Bauteil überhaupt gemeint ist.